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BYOD – Bring your own device

Das BYOD-Projekt ist ein langfristig angelegtes, zukunftsorientiertes Projekt der HOGA Schulen Dresden. Alle Schulgebäude der HOGA Schulen sind seit dem Schuljahr 2016/17 flächendeckend mit W-LAN ausgestattet, welches für Schüler und Lehrer zugänglich ist. Ziel ist es, dass die Schüler ab der Klassenstufe 7 ihre eigenen Geräte mit zum Unterricht bringen können, um diese für spezielle Projekte im Unterricht zu nutzen. Es ist jedoch nicht angedacht, den Schülern regelmäßgs Surfen über das Handy zu ermöglichen – das W-LAN wird durch verschiedene Kontrollmechanismen ausschließlich zu Unterrichtszwecken genutzt.

Über 1.200 Schülern die Möglichkeit der W-LAN Nutzung zu Unterrichtszwecken zu geben, setzt langfristige Planung und rechtzeitiges Erkennen von möglichen Problemen voraus. Die Planungen für die Einführung des BYOD begann bereits im Schuljahr 2012/13. Zusammen mit Lehrern, Eltern und Schülern führten wir verschiedene Testphasen durch, um Anwendungsgebiete zu ergründen und mögliche Schwachstellen zu erkennen und zu beheben. Kompletiert wird das BYOD Projekt heute von einer cloudbasierten Intranetsoftware, welche Schülern und Lehrern den Austausch von schulrelevaten Dokumenten online ermöglicht. Der Zugriff kann beispielsweise auch von zu Hause erfolgen, so dass Schüler im Krankheitsfall Arbeitsblätter, etc. trotzdem erhalten können. Da wird bereits im  Schuljahr 2015/16 mit der Umrüstung auf interaktive Tafeln begonnen haben, können gegebenenfalls sogar ganze Tafelbilder in die Cloud gelegt werden. Heute befindet sich, mit Ausnahme der Werkenräume, in jedem Klassenzimmer eine elektronische Tafel und ein Whiteboard. Kreidetafeln gehören an den HOGA Schulen seitdem der Vergangenheit an.

Eigene Computer? Ja – aber nicht um jeden Preis!


BYOD – Bring your own deviceRegelmäßige Leser des HOGA Newsletters wissen bereits, dass das BYOD Projekt bereits im Schuljahr 2012/13 startete. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8cGy wurden ein Jahr kostenfrei mit einem iPad ausgestattet und haben den Tablet-PC im täglichen Unterricht getestet. Obwohl sich zeigte, dass die Apps und E-Books noch nicht ausreichend entwickelt sind, um den Unterricht nachhaltig zu bereichern, haben die HOGAner wichtige technische und inhaltliche Erkenntnisse gesammelt, wo digitale Medien im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden können.

Ziel ist es, dass die eigenen Endgeräte (“devices”) mit in den Informatik-Unterricht gebracht werden und das Info-Kabinett somit im Schulranzen ist. Auch in andern Unterrichtsfächern nutzt man das Internet gern zur Informationssuche und zum Ausarbeiten verschiedener Projekte.

Was zunächst wie eine technische Revolution klingt, ist an vielen Schulen im Ausland und in anderen deutschen Großstädten bereits Normalität. Die Schüler können ihre eigenen Geräte verwenden, ihre Übungen darauf speichern und auch zu Hause damit arbeiten. Hierfür benötigen die Schüler kein besonders ausgestattetes Gerät – ein normaler Laptop sollte genügen. Auch das Betriebssystem und die Office Version sind beim BYOD Prinzip zweitrangig.

Weiterhin erübrigt sich künftig die Frage nach veralteter Hard- und/oder Software, wodurch sich die HOGAner ein besseres Arbeiten für Schüler und Lehrer versprechen.

Natürlich bedeutet die Einführung des BYOD Prinzips keine Abkehr von traditionellen Unterrichtsmethoden. Auch an der HOGA werden nach wie vor Hefter geführt, Tafeln eingesetzt und natürlich Schulbücher verwendet. Computer werden lediglich da eingesetzt wo es sinnvoll ist. Das iPad-Projekt hat gezeigt, dass der Einsatz mobiler Endgeräte in manchen Fächern eine echte Bereicherung darstellt und in anderen eher weniger Anwendungsmöglichkeiten findet. Mobile Endgeräte sollen also nur unterstützend eingesetzt werden und nicht um jeden Preis Anwendung finden.

Das Anwendungsgebiet erstreckt sich primär auf den Informatikunterricht. Jedoch sind die Voraussetzungen für computergestützten Unterricht künftig im ganzen Schulhaus gegeben und es ist dem jeweiligen Lehrer überlassen, ob er in seinem Unterricht Computer im Klassenzimmer verwenden wird. Besonders für Schüler des Beruflichen Schulzentrums und der Oberstufe des Allgemeinbildenden Gymnasiums bieten sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.

Im Oktober 2016 erkannte auch die Bundespolitik die Notwendigkeit in die IT-Infrastruktur von Schulen zu investieren und legte einen Plan u.a. zur W-LAN-Ausleuchtung der Schulhäuser in Deutschland vor. Die HOGAner haben die Möglichkeiten der Technik bereits 2012 erkannt – trotzdem werden wir bei aller Euphorie nicht die Sorgfalt vermissen lassen, die bei der Einführung von Technik in den Schulalltag von Nöten ist.